
Grundlagen
Wasser (H2O) ist pH-Wert-neutral und besteht aus einem positiv geladenen Wasserstoff Ion (H+) und einer negativ geladenen OH- Gruppe. Überwiegen in einer Lösung die freien H+ Ionen, ist sie sauer, sind dagegen mehr OH- Ionen frei, ist die Flüssigkeit basisch. Der pH-Wert (lat.: potentia Hydrogenii = die Kraft des Wasserstoffs) ist das Mass für die Konzentration der Wasserstoff-Ionen in einem Liter Lösung. Die Skala des pH-Wertes erstreckt sich von:
Stark sauer / sauer ab pH 1–6,9
Neutral pH 7
Basisch / stark basisch ab pH 7,1–14
Eine neutrale, also weder saure noch basische Flüssigkeit mit dem pH-Wert 7,0 besitzt die gleiche Menge an sauren (H+) und basischen (OH-) Teilchen, wodurch ein neutrales Ganzes entsteht.

 
Im Organismus
Blut 7,35 – 7,45 / Speichel 7,5 / Bauchspeichel 8,8 / Harn 6,5 – 7,0
Fruchtwasser 8,0 – 8,5 / Samenflüssigkeit 7,5 – 8,0
Der Magen mit einem pH-Wert von 1,5 und das Vaginalsekret mit einem pH-Wert von 3,5 benötigen ein grosses basisches Reservoir, um ihren natürlichen Säurewert aufrecht erhalten zu können.
Übersäuerung stört die Säure-Basen-Regulation des Magens und der Vagina. Die Folgen können sein: Gastritis, Magengeschwüre sowie Entzündungen und Pilzbefall der Vaginalschleimhaut. Eine vitale Haut sollte einen pH-Wert von 7,3 – 7,5 aufweisen.
Der Säuregrad (oder Basengrad)
Oft denkt man, der Unterschied von pH 7 zu pH 6 ist ja nichts Grossartiges und hat somit keinen grossen Effekt zur Folge.
Dies geschieht weil man sich nicht bewusst ist, dass die Zunahme des Säuregrades logarhythmisch erfolgt.
Was bedeutet dies?
Der pH Wert 7 gilt als neutral. Also es hat gleich viel saure wie basische Anteile.
Bei pH 6 haben wir nun bereits die 10-fach höhere Säurekonzentration,
bei pH 5 bereits eine 100-fach höhere Säurekonzentration und
bei pH 4 bereits eine 1000-fach höhere Säurekonzentration.
Und dies berechnet auf einen Liter an Flüssigkeit.
Wenn Sie sich nun bewusst machen, dass ein erwachsener Mensch aus etwa 45–46 Litern Wasser besteht, ist es sehr wohl von elementarer Bedeutung, ob die pH-Werte im Körper optimal eingestellt sind oder eben nicht.
Korrekt ermitteln
Günstige Messzeiten: Nüchtern (vorher auch kein Wasser trinken) am Morgen – oder während des Tages mit einem mindestens einstündigen Abstand zu den Mahlzeiten. Der pH-Wert lässt sich im Speichel und Harn messen. Den Messstreifen einige Sekunden mit Speichel oder Harn benetzen und mit der dazugehörigen Farbskala nach ca. 30 – 60 Sekunden Einwirkzeit vergleichen. Um eine Tendenz ihres eigenen pH-Wertes ermitteln zu können, ist es wichtig, dass Sie diesen während mindestens 10 Tagen zu den gleichen Zeiten messen.
Seien sie sich bewusst, dass die Werte die Sie erhalten nicht absolut sind, da sehr viele Faktoren mitwirken können.
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